Ausbildung auf höchstem Niveau

TRAINER AKADEMIE WIEN

ÜBER DIE TRAINER AKADEMIE

Lerne nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern Menschen nachhaltig zu erreichen. Unsere Akademie verbindet moderne Didaktik mit echter Praxis – für deinen souveränen Auftritt als Coach, Trainer oder Experte.

Wissenswertes über die Trainerakademie
Ausbildungsabläufe
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INFO

AUSBILDUNGSABLAUF STAFFEL 20

Umfangreiches Wissen in Taekwondo, Anatomie, Trainingslehre & Psychologie


Schritt 1 & 2

Anmeldung & Start

Anmeldung jederzeit: info@trainer-akademie-wien.at
  • Fr, 19.12. | 17:00 – 19:00 Uhr: Praxis-Schulung 1 (Geiselbergstraße 28, 1110 Wien) Leitung: Kyosanim Sandro

Schritt 3 & 4

Heimstudium & Fortbildung

Heimstudium: Modul 1–8 & Praxis Modul („TA NEU“)
  • Sa, 10.01. – So, 11.01.26: Fortbildungswochenende 1 (Extern JUFA) *Kosten: 200 €

Schritt 5 & 6

Praxis-Schulungen

1110 Wien

Themen: Unterrichtsaufbau, Kommunikation & Selbstschutzkonzepte
  • Sa, 31.01. – So, 01.02.26 (14:00 – 19:00): Praxis-Schulung 2 (Kyosanim Sandro)
  • So, 08.03.26 (14:00 – 19:00): Praxis-Schulung 3 (Kyosanim Sandro)

Schritt 7 & 8

Spezialisierung & Erste Hilfe

Themen Schulung 4: Pathologie, Verletzungen, Zielgruppen (Kinder/Senioren)
  • So, 15.03.26 (14:00 – 19:00): Schulung 4 (Kyosanim Stefan)
  • Sa, 25.04. – So, 26.04.26 (13:00 – 21:30): Erste-Hilfe-Kurs (16 Std.) *Kosten: 125 €

Schritt 9 & 10

Finale Phase

Seminararbeit: Abgabe bis Fr, 27.06.26 (mind. 5 Seiten A4)
  • Sa, 02.05. – So, 03.05.26: Fortbildungswochenende 2 (Extern JUFA) *Kosten: 200 €

Abschluss

Prüfung & Praxis

Praxisstunden: 160 Std. (Trainer, Assistenz, Supervision)
Wert der Ausbildung: € 6.300,-
  • Sa, 27.06.26 (14:00 – 17:00): Prüfung in Theorie + Praxis (Kyosanim Sandro)
  • Nenngeld: € 35,- Inkl. Startpaket

AUSBILDUNGSABLAUF STAFFEL 19

Sportwissenschaftliche Ausbildung unter der Leitung von Dr. Andreas Held


Schritt 1 & 2

Anmeldung & Start

Anmeldung: info@trainer-akademie-wien.at
  • Fr, 02.06.25 | 17:00 – 19:00 Uhr: Schulung 1 (Geiselbergstraße 28, 1110 Wien) Ablauf, Infos & Zugangscodes (Kyosanim Sandro)

Schritt 3 & 4

Theorie & Kommunikation

Heimstudium: Modul 1–8 & Praxis Modul („TA NEU“)
  • Sa, 30.08.25 | 10:00 – 17:00 Uhr: Kundenkommunikation & Verkauf (1220 Wien) Leitung: Sabonim Dr. Held

Schritt 5 & 6

Didaktik & Selbstschutz

1110 Wien

Fokus: Unterrichtsstruktur, Psychologie & Selbstschutz
  • Sa, 06.09. – So, 07.09.25 (14:00 – 19:00): Schulung 2 (Kyosanim Sandro)
  • So, 14.09.25 (14:00 – 19:00): Schulung 3 (Kyosanim Sandro)

Schritt 7 & 8

Anatomie & Sicherheit

Schulung 4: Pathologie, Verletzungen & Altersgruppen
  • So, 21.09.25 (14:00 – 19:00): Schulung 4 (Kyosanim Stefan)
  • Sa, 11.10. – So, 12.10.25 (13:00 – 21:30): Erste-Hilfe-Kurs (16 Std.) *Tarif: 125 €

Schritt 9 & 10

Seminar & Arbeit

Seminararbeit: Abgabe bis Sa, 13.12.25 (mind. 5 Seiten A4)
  • Fr, 06.12. – So, 08.12.25: Intensivseminar „HYONG“ Therme Bad Blumau (kostenpflichtig)

Abschluss

Prüfung & Praxis

Praxisstunden: 160 Std. im YU Taekwondo System
Wert der Ausbildung: € 6.300,-
  • So, 19.12.25 (14:00 – 17:00): Prüfung in Theorie + Praxis (Kyosanim Sandro)
  • Kosten: Euro 0,-* *Für Mitglieder mit Ausbildungsvereinbarung

Die Philosophie & der „Do“ – Der geistige Weg

Der Begriff „Do“ (도) beschreibt einen Pfad zur Selbsterkenntnis und Weisheit. Im traditionellen Taekwondo bedeutet das: Jedes Mal, wenn du den Dojang betrittst, arbeitest du nicht nur an deinem Tritt, sondern an deinem Charakter.

Die 10 Tugenden (YU-Taekwondo)

Nach dem System von Dr. Andreas Held bilden diese zehn Werte den moralischen Kompass unserer Schüler – auf der Matte und im Alltag.

1. Respekt

Achtung und Wertschätzung gegenüber anderen. Rituale wie die Verbeugung zeigen diesen Respekt, der völlig frei von lähmender Angst sein sollte.

2. Ordnung

Eine saubere, strukturierte Umgebung – wie das Aufstellen in Reihen nach Gürtelgraden – schafft ein optimales Lernklima und fördert die innere Ordnung.

3. Disziplin

Eigenkontrolliertes Verhalten. Das Zurückstellen momentaner Bedürfnisse sichert einen konstanten Lernfortschritt und schützt im Training vor Verletzungen.

4. Geduld

Die Fähigkeit, ausdauernd zu üben. Techniken und Reife wachsen nicht über Nacht, sondern festigen sich durch unzählige Wiederholungen.

5. Mut

Die Überwindung von Angst und Unsicherheit. Sei es beim Bruchtest, bei einer Vorführung oder durch das Einstehen für die eigenen Bedürfnisse.

6. Dankbarkeit

Die Wertschätzung für das Privileg, trainieren zu können, sowie für die wertvolle Unterstützung durch Eltern, Lehrkräfte und den eigenen Körper.

7. Gerechtigkeit

Unparteiliche Gleichbehandlung. Im einheitlichen Dobok begegnen wir uns unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht stets auf Augenhöhe.

8. Weisheit

Langfristig erworbenes Wissen und Lebenserfahrung. Weise Taekwondoin leben diese Tugenden vor und geben die Tradition an andere weiter.

9. Güte

Wohlwollen und Freundlichkeit. Sie bedeutet, Fehler zu verzeihen, Stärken zu fördern und eine stets konstruktive Atmosphäre zu schaffen.

10. Geist der Einheit

Das starke Bewusstsein der Gemeinschaft. Jedes Mitglied ist wertvoll; wir helfen einander bedingungslos und schließen niemanden aus.

Philosophische Wurzeln

Konfuzianismus: Ordnung, Loyalität und die Achtung vor dem Alter schaffen Harmonie durch klare Rollen.

Taoismus: Das Gleichgewicht von Um und Yang. Wir suchen die Balance zwischen Hart und Weich, Angriff und Verteidigung.

Buddhismus & Zen: Achtsamkeit und die „Leere“ (Mushin), in der der Körper instinktiv und ohne störende Gedanken reagiert.

Der Eid & Meditation

Ich werde die Grundsätze einhalten.
Ich werde meinen Lehrer und Höhergestellte achten.
Ich werde Taekwondo niemals missbrauchen.
Ich werde mich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen.

Mok-so (Stille)

Das Training beginnt mit einer Phase der Stille. Die tiefe Zwerchfellatmung senkt den Puls und bündelt das Ki für explosive Techniken. Sie ist die Brücke zwischen Körper und Geist.

Traditionell vs. Olympisch

Traditionell: Fokus auf der Entwicklung des Individuums, körperlich und geistig.
Olympisch: Orientierung an Wettkampf und Punkten.

Das Ziel: Der friedliche Krieger

Das ultimative Ziel ist es, ein Mensch zu werden, der es nicht mehr nötig hat zu kämpfen. Wer durch Souveränität einen Konflikt deeskaliert, hat die höchste Stufe der Kampfkunst erreicht – den Sieg ohne Kampf.

Dojang & Etikette – Der Ort und das Verhalten

Wer zum ersten Mal eine traditionelle Taekwondo-Schule besucht, bemerkt sofort eine besondere Atmosphäre. Es herrscht eine Mischung aus konzentrierter Stille, Respekt und Disziplin. Dieser Rahmen dient dazu, den Geist zur Ruhe zu bringen und den Fokus auf das Wesentliche zu lenken.

Der Dojang: Mehr als nur ein Raum

Das Wort Dojang (도장) bedeutet „Platz, an dem man den Weg studiert“. In einem traditionellen Dojang lernt der Schüler, Techniken zu fühlen, statt sie nur optisch im Spiegel zu kontrollieren. Nationalflaggen und Verbandsembleme erinnern dabei stets an die Wurzeln und die weltweite Gemeinschaft.

Reinheit und Ordnung

Die Reinheit des Dojangs ist Ausdruck gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung gegenüber der Kampfkunst. Ein gepflegtes Umfeld bildet das Fundament für die innere Disziplin. In der Philosophie des Taekwondo korrespondiert die äußere Klarheit direkt mit der inneren Haltung der Trainierenden.

Die Etikette (Ye-Ui)

Gegenseitiger Respekt ist die Lebensversicherung in einer Kampfkunst mit gefährlichen Techniken. Die Etikette sorgt für ein sicheres und harmonisches Training.

Verbeugung & Hierarchie

Die Verbeugung (Kyong-Ye) ist eine Geste der Anerkennung vor den Flaggen, dem Lehrer und dem Partner. Im Raum herrscht eine klare Ordnung: Sunbae (Fortgeschrittene) agieren als Vorbilder, während Hoobae (Anfänger) von deren Verhalten lernen.

Der Dobok: Anzug der Reinheit

Der weiße Dobok symbolisiert Reinheit. Sein Schnitt repräsentiert die Elemente Himmel (V-Ausschnitt), Erde (Hose) und Mensch (Gürtel).

Umgang mit der Kleidung

Ein Taekwondoin erscheint stets gepflegt. Der Dobok muss sauber und ordentlich gefaltet sein. Das Ablegen von Schmuck dient der Sicherheit und stellt sicher, dass im Dojang alle gleich sind – nur Fleiß und Charakter zählen.

Der Gürtel (Ti): Spiegel der Erfahrung

Die Farben spiegeln den Reifeprozess wider: Von Weiß (unbeschriebenes Blatt) über Grün (Wachstum) bis Schwarz (Reife). Ein traditioneller Gürtel wird niemals gewaschen, da er symbolisch die gesammelte Erfahrung in sich trägt.

Allgemeine Verhaltensregeln

Pünktlichkeit: Schützt den Energiefluss der Gruppe.
Ruhe: Fokus auf den Lehrer und die eigene Bewegung.
Korrektes Sitzen: Aufrechter Fersensitz zeigt Selbstdisziplin.
Hygiene: Kurze Nägel sind Pflicht zur Vermeidung von Verletzungen.

Fazit zur Etikette

Die Etikette ist der „sichere Hafen“ für intensives Training. Wer lernt, sich im Dojang diszipliniert zu verhalten, wird diese Stärke und den Respekt fast automatisch in seinen Alltag und Beruf weitertragen.

Him Ui Wolli – Die Physik des Kämpfens

Im traditionellen Taekwondo gibt es keine „magische“ Energie, sondern die intelligente Nutzung von Biomechanik und Physik. Die Theorie der Kraft setzt sich aus sechs Faktoren zusammen, die perfekt harmonieren müssen, um maximale Wirkung zu erzielen.

Reaktionskraft & Konzentration

Reaktionskraft (Bandong Ryok): Nach Newtons drittem Gesetz nutzen wir die Gegenbewegung – das explosive Zurückziehen der freien Faust zur Hüfte –, um den Torso zu stabilisieren und die Schlaggeschwindigkeit massiv zu erhöhen.

Konzentration (Jip Joong): Kraft wird auf winzige Flächen fokussiert ($P = F/A$). Wir nutzen die Knöchel (Ap-Joomuk), die Handkante (Sonal) oder den Fußballen (Ap-Chuk), um die gesamte Körperkraft in einem Punkt zu bündeln.

Gleichgewicht & Atemkontrolle

Gleichgewicht (Kyun Hyung): Ein stabiler Stand (statisch) oder die Kontrolle während der Drehung (dynamisch) stellt sicher, dass die im Boden generierte Kraft ungehindert ins Ziel fließen kann.

Atemkontrolle (Ho Heup): Das scharfe Ausatmen im Moment des Aufpralls stabilisiert den Rumpf durch Muskelkompression („innere Rüstung“) und unterstützt die explosive Kontraktion. Der Kampfschrei (Kihap) bündelt diese Energien hörbar.

Masse & Schnelligkeit

Masse (Jillyang): Kraft beginnt in den Füßen und wird durch die Hüftrotation beschleunigt. Die Sinuswelle nutzt zudem die Schwerkraft, um das gesamte Körpergewicht hinter den Aufprall zu werfen.

Schnelligkeit (Sok Do): Da die Geschwindigkeit im Quadrat in die Energieformel ($E = 1/2 mv^2$) einfließt, ist Beschleunigung der wichtigste Faktor. Maximale Schnelligkeit entsteht durch Lockerheit, die erst im Einschlag hart wird („Snap“).

Die Rotation & Das Zusammenspiel

Der Snap: Die 180-Grad-Drehung der Faust oder des Fußes kurz vor dem Ziel erzeugt einen Bohreffekt, verhindert das Abgleiten und stabilisiert die Gelenke durch Sehnenspannung.

Beispiel Seitwärtstritt: Hier wirkt das perfekte Zusammenspiel: Stabiler Anker (Gleichgewicht), Hüfteinsatz (Masse), Treffen mit der Ferse (Konzentration) und scharfes Ausatmen (Atmung) in einem Sekundenbruchteil.

Fazit zur Theorie der Kraft

Die Theorie der Kraft ist angewandte Physik. Das Verständnis dieser biomechanischen Prinzipien macht das Training effizient und faszinierend, da Bewegungen nicht nur auswendig gelernt, sondern in ihrer wissenschaftlichen Logik begriffen werden.

Stände & Fundamente (Seogi) – Die Wurzeln der Kraft

Oft unterschätzen Anfänger die Bedeutung der Stände und streben sofort nach spektakulären Tritten. Ein Großmeister erkennt die Qualität eines Schülers jedoch oft schon an der Art und Weise, wie er steht. Stände im Taekwondo bilden die Ausgangs- und Endpunkte jeder Bewegung und dienen der Stabilisierung, Energiegewinnung und Schwerpunktverlagerung.

Warum sind die Stände so wichtig?

Gleichgewicht (Chung-Yong): Ein korrekter Stand verankert dich mit dem Boden und verhindert Sturzfolgen bei Tritten oder Fremdeinwirkung.

Kraftübertragung: Die Beine und die Hüfte generieren die Kraft; der Stand fungiert als Abschussrampe. Ohne korrekte Fußstellung verpufft die Energie ungenutzt.

Mobilität: Erst ein technisch einwandfreier Stand ermöglicht blitzschnelle Richtungswechsel und kontrolliertes Ausweichen.

Basis-Stände im Detail

Moa-, Narani- & Ap-seogi

Vom geschlossenen Aufmerksamkeitsstand über die Parallelstellung (Junbi) bis hin zur Gehstellung (Ap-seogi) – diese Stände bilden das mobile Fundament für Konzentration und schnelle Aktionen.

Chongul-seogi (Langer Vorwärtsstand)

Etwa 1,5 bis 2 Schulterbreiten lang, das vordere Bein gebeugt, das hintere gestreckt. Er bietet maximale Stabilität und Kraft nach vorne für massive Fauststöße.

Spezial- & Abwehrstände

Hugul-seogi (L-Stand)

Das Gewicht liegt zu 70 % auf dem hinteren Bein. Dieser klassische Abwehrstand erlaubt sofortige Kontertritte mit dem entlasteten Vorderbein.

Kima- & Ditpal-seogi

Die Reiterstellung (Kima-seogi) stärkt die Beinmuskulatur und isoliert die Hüftrotation. Die Tigerstellung (Ditpal-seogi) ist die explosivste Basis für blitzschnelle Sprünge und Tritte.

Ausrichtung & Übergänge

Präzision: Die gesamte Fußsohle hält Bodenkontakt. Ein leichter Druck der Knie nach außen erzeugt die nötige Bogenspannung für einen federnden, stabilen Stand.

Dynamik: Übergänge werden durch die Hüfte (Dan-Jun) gesteuert. Die Kopfhöhe bleibt beim Gleiten konstant, um den Schwerpunkt nicht zu gefährden.

Trainingstipps & Fazit

Stände können durch isometrisches Halten im Alltag (z.B. Kima-seogi) perfektioniert werden, was Willensstärke und fundamentale Kraft aufbaut. Sie bilden das Skelett der Kampfkunst und verleihen dem Taekwondoin die nötige Souveränität und Ruhe für jede Situation.

Handtechniken – Mehr als nur Schlagen

Im traditionellen Taekwondo betrachten wir den Arm nicht als ein starres Objekt, sondern als eine Kette von Gelenken und Hebeln, die verschiedene „Waffen“ ins Ziel bringen können. Ein Taekwondo-Meister verfügt über ein Arsenal an Handtechniken, das weit über das eines Boxers hinausgeht. Wir unterscheiden dabei grundsätzlich zwischen Stoßen (Jireugi), Schlagen (Chigi), Stechen (Tulgi) und Abwehren (Makki).

Die Faust (Joomuk) – Der Klassiker

Die Faust ist das am häufigsten genutzte Werkzeug. Die Art und Weise, wie die Finger eingerollt werden, entscheidet über Effektivität und Sicherheit.

Faust-Variationen & Rotation

Ap-Joomuk: Die Standardfaust. Nur die vorderen zwei Knöchel treffen bei geradem Handgelenk.
Dung-Joomuk: Der Faustrücken wird peitschenartig gegen Schläfe oder Nase eingesetzt.
Me-Joomuk: Die Hammerkante für sichere Angriffe auf das Schlüsselbein.
Die Rotation: Die 180-Grad-Drehung des Unterarms kurz vor dem Ziel erzeugt den nötigen Bohreffekt.

Die offene Hand & Spezialwerkzeuge

Offene Hände erlauben präzise Treffer gegen Weichteile und sind oft schneller als Fauststöße.

Sonal (Handkante): Die Messerhand gegen Halsschlagader oder Rippen.
Batangson (Handballen): Eines der stabilsten Werkzeuge für harte Stöße gegen das Kinn.
Pyeonsonkeut: Ein Fingerspitzenstich, der ausschließlich auf empfindliche Weichteile zielt.
Palkup (Ellenbogen): Der härteste Punkt des Körpers für den extremen Nahkampf.

Die Kunst der Abwehr (Makki)

Ein Block ist niemals passiv. Das Ziel ist es, den angreifenden Arm so schmerzhaft zu treffen, dass kein zweiter Angriff folgt – ein Block ist gleichzeitig ein Schlag.

Ebenen & Prinzipien

Arae-Makki: Tiefblock zum Schutz des Unterleibs.
Momtong-Makki: Mittelblock zum Schutz des Oberkörpers.
Olgul-Makki: Hochblock, der Angriffe im 45-Grad-Winkel über den Kopf ableitet.
Wegleiten: Techniken wie Hechy-makki nutzen die gegnerische Kraft, indem sie diese sanft umleiten.

Anatomie & Training

Schulter & Rücken: Ein Schlag beginnt in den Beinen und wird über die Schulterblätter geleitet. Der Latissimus sorgt für den schnellen Pull-back.

Gibon Yonsup: Grundschule zur Automatisierung der Bahnen.
Abhärtung: Training an Makiwara oder Sandsack zur Verdichtung der Knochenstruktur.
Saho-Jireugi: Vier-Richtungsschlag zur Schulung der Orientierung.

Fazit zu den Handtechniken

Das Studium der Handstellungen ermöglicht die Anpassung an jede Distanz. Wer diese Vielfalt beherrscht, nutzt das volle Potenzial des menschlichen Körpers für die Selbstverteidigung.

Die Kunst der Tritte (Chagi) – Das Markenzeichen

Wer traditionelles Taekwondo trainiert, verwandelt seine Beine in „lange Schwerter“. Doch ein guter Tritt ist weit mehr als nur das Schwingen des Beins nach oben; er ist ein komplexes Zusammenspiel aus Flexibilität, Timing, Balance und der richtigen Biomechanik.

Die drei Phasen eines Trittes

Jeder Tritt folgt einem präzisen Drei-Phasen-Modell, um maximale Effizienz und Sicherheit zu gewährleisten:

1. Das Laden (Chambering): Das Knie wird explosiv nach oben gezogen, um den Oberkörper zu schützen und den Tritt bis zuletzt zu verschleiern.

2. Die Entladung (Execution): Das Bein schnellt zum Ziel, während die Hüfte die Körpermasse hinter den Fuß bringt.

3. Das Zurückziehen (Snapping): Der Fuß wird blitzschnell zurückgeholt, um Konter zu vermeiden und das Gleichgewicht zu sichern.

Die Trefferflächen des Fußes

Ap-chuk (Fußballen): Primärfläche für den Frontkick; Zehen werden für einen harten Aufprall nach oben gezogen.

Dwichook (Ferse): Das härteste Werkzeug für Rückwärts- oder Abwärtstritte – wirkt wie ein Vorschlaghammer.

Balkal (Fußaußenkante): Fokuspunkt des Seitwärtstritts für maximale strukturelle Stabilität.

Baldung (Spann): Dient im traditionellen Bereich primär Angriffen auf Weichteile oder Rippen.

Die fundamentalen Tritte

Ap-chagi (Frontkick)

Schnell und direkt wie ein Kolben. Zielt auf Schienbein, Unterleib oder Solarplexus.

Yop-chagi (Seitwärtstritt)

Kraftvollster Tritt; Standfuß dreht um 180 Grad, während die Ferse das Ziel durchstößt.

Dollyo-chagi & Dwit-chagi

Rotation ist der Schlüssel. Der Halbkreistritt nutzt die Kreisbahn, während der Rückwärtstritt die massive Gesäßmuskulatur einsetzt.

Meisterschaft & Präzision

Hüfte & Standbein: Ein guter Tritt kommt aus dem Boden. Das Standbein fungiert als Anker, die Hüfte als Getriebe der Kraft.

Präzision vor Höhe: Tiefe Tritte zerstören das Gleichgewicht des Gegners. Hohe Tritte dienen der ultimativen Körperbeherrschung.

Fortgeschritten: Techniken wie Fersendrehschläge oder Sprungkicks erweitern das Repertoire bei stabiler Basis.

Trainingstipps für die Beine

Meisterschaft erfordert systematisches Dehnen (statisch & dynamisch), Slow-Motion-Training für die Tiefenmuskulatur und isoliertes Wand-Training für die perfekte Hüftrotation.

Zusammenfassung der Beintechniken

Beintechniken sind das Markenzeichen des Taekwondo. Sie erfordern Disziplin und bieten eine Verteidigungskapazität, die Distanzen überbrückt, bevor der Gegner die Gefahr erkennt.

Partnerübungen & Selbstverteidigung (Hosinsul)

Während viele Menschen Taekwondo heute mit sportlichem Wettkampf (Sparring) gleichsetzen, ist das ursprüngliche Ziel der Partnerübungen die reine Selbstverteidigung. In einer echten Notsituation gibt es keine Gewichtsklassen, keine Schiedsrichter und keine Punkte; es geht einzig darum, unverletzt aus einer Situation herauszukommen.

Absprache-Kampf (Taeryon)

Bevor ein Schüler lernt, sich frei zu verteidigen, muss er Distanz und Timing in einem kontrollierten Rahmen verstehen. Dies geschieht durch die sogenannten Schritt-Kämpfe.

Ilbo-Taeryon (Ein-Schritt-Kampf)

Dies ist die wichtigste Partnerübung im traditionellen Bereich. Der Verteidiger lernt, auf einen fest vorgegebenen Angriff mit präzisem Ausweichen, Blocken und sofortigen Kontern zu reagieren. Höchste Disziplin ist erforderlich, da jede Technik kurz vor dem Körper abgestoppt wird.

Weitere Formen wie Ibo-Taeryon (Zwei-Schritt) und Sambo-Taeryon (Drei-Schritt) automatisieren Bewegungsabläufe in der Vor- und Rückwärtsbewegung.

Hosinsul: Befreiung aus Griffen

Ein Kernaspekt ist das Lösen von Griffen am Handgelenk, Revers oder von hinten. Wir nutzen physikalische Hebelgesetze statt bloßer Kraft.

Die Schwachstelle: Gelenke werden gegen die Lücke zwischen Daumen und Fingern gedreht.
Die Hüfte: Die Befreiung erfolgt durch die Bewegung des gesamten Körpers.
Schock-Techniken: Impulse wie Tritte gegen das Schienbein stören die Konzentration des Gegners vor dem Lösen.

Hebel und Würfe (Kuk-Ki)

In der Nahdistanz werden Schläge oft ineffizient. Durch Gelenkhebel – das Überstrecken oder Verdrehen von Handgelenk und Ellenbogen – wird der Gegner kontrolliert. Würfe helfen zudem, den Schwerpunkt zu stören und Raum für die Flucht zu schaffen.

Vitalpunkte (Kupso)

Fortgeschrittene Schüler lernen Punkte kennen, an denen Nervenbahnen oberflächlich verlaufen. Ziele wie der Solarplexus ermöglichen es, einen Gegner zur Kooperation zu bewegen, ohne ihn dauerhaft zu verletzen. Dies erfordert hohe moralische Reife.

Fallschule (Nakbub)

Die Fallschule lehrt, Aufprallenergie durch Rollen oder gezieltes Abschlagen mit den Armen abzufangen, um Kopf und Organe bei einem Sturz zu schützen.

Psychologie der Verteidigung

Hosinsul beginnt vor dem Kontakt durch Aufmerksamkeit (Awareness) und Deeskalation. Erst wenn ein Kampf unvermeidlich ist, erfolgt die Verteidigung explosiv und konsequent.

Zusammenfassung der Partnerübungen

Die Hosinsul-Lehre macht Taekwondo „echt“. Sie vermittelt Anpassungsfähigkeit und Nervenstärke, sodass der Schüler im Ernstfall handlungsfähig bleibt, ohne auf blinde Aggression angewiesen zu sein.

Formenlauf (Tul/Poomsae/Hyong) – Der Kampf gegen sich selbst

Eine Form ist ein festgelegter Bewegungsablauf gegen imaginäre Angreifer, vergleichbar mit einer präzisen Choreografie, bei der jede Bewegung eine spezifische Bedeutung besitzt. Je nach Tradition werden diese Abläufe als Hyong, Tul oder Poomsae bezeichnet, verfolgen jedoch alle das Ziel der technischen Perfektionierung und der Harmonie von Körper und Geist.

Warum laufen wir Formen?

Die Form bietet Vorteile, die über das Sparring hinausgehen: Sie programmiert das Muskelgedächtnis durch technische Reinheit und fordert das Gleichgewicht durch komplexe Richtungswechsel. Zudem schult sie die Atemkontrolle und fordert als „Einsamkeit des Kämpfers“ eine ultimative Selbstkontrolle ohne Ablenkung.

Das Diagramm (Yeon-Mu-Se)

Jede Form folgt einem Linienmuster am Boden, das aus der Vogelperspektive ein Symbol darstellt. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die exakte Rückkehr zum Startpunkt; Abweichungen deuten auf unsaubere Stände hin.

Die verschiedenen Systeme

Die Hyongs

Die ursprünglichen, kraftbetonten Formen, stark beeinflusst von den geradlinigen Strukturen des Karate.

Die Tul (ITF)

Umfasst 24 Formen für die 24 Stunden eines Tages. Charakterisiert durch die Anwendung der „Sinuswelle“.

Die Poomsae (WT / Kukkiwon)

Flüssige Formen basierend auf der Philosophie der acht Trigramme, die Naturelemente wie Himmel, Feuer oder Wasser repräsentieren.

Philosophie & Meisterschaft

Die Taeguk-Formen stellen den Weg vom Anfänger zum Meister dar: Taeguk Il-Jang symbolisiert den Anfang (Himmel), während Taeguk Sam-Jang das Feuer und Taeguk Chil-Jang die Standhaftigkeit eines Berges verkörpert.

Die 5 Säulen der Meisterschaft

Kraftkontrolle: Dynamik durch Wechsel zwischen fließen und explodieren.
Blickrichtung: Der Blick leitet die Energie zum Ziel.
Rhythmus: Wechsel aus Pausen und schnellen Techniksalven.
Kihap: Markiert den energetischen Höhepunkt.
Präzision: Jedes Werkzeug muss exakt ausgerichtet sein.

Bewegte Meditation & Bunkai

Nach tausendfacher Wiederholung erreicht der Schüler den Zustand des „Mushin“ (leerer Geist). Hier wird die Technik instinktiv.

Gleichzeitig besitzt jede Bewegung eine praktische Bedeutung (Bunkai) für den Ernstfall – sei es als Hebel gegen Gelenke oder zum Brechen eines Griffs. Erst das Wissen um die Anwendung macht die Form lebendig.

Fazit zum Formenlauf

Die Formenlehre fungiert als Archiv des Wissens der alten Meister. Sie bietet einen Spiegel für den eigenen Fortschritt und liefert Antworten auf Fragen der Selbstbeherrschung und des Kampfes.

Bruchtest (Kyokpa) & Wettkampf im Wandel

Der Bruchtest ist für viele Außenstehende das spektakulärste Element des Taekwondo, doch für den Praktizierenden ist er weder eine Showeinlage noch eine Mutprobe. Er ist ein unverzichtbares Instrument zur Selbstprüfung und ein Beweis für die Beherrschung von Körper und Geist.

Kyokpa – Wenn Körper und Geist Eins werden

Das koreanische Wort Kyokpa bedeutet „Zertrümmern“ und dient dazu, die Kraft einer Technik an leblosen Gegenständen wie Holzbrettern oder Ziegelsteinen zu testen.

Warum machen wir den Bruchtest?

Erfolgskontrolle: Ein Brett ist ein ultimatives Feedback-System; unsaubere Techniken führen nicht zum Bruch.
Mentale Barrieren: Er hilft dabei, die Angst vor Schmerzen zu besiegen und eigene Zweifel zu überwinden.
Vollendung: Hier schult der Schüler den „Durchschlagpunkt“, indem er die Technik mit 100% Kraft durchzieht.

Die drei Arten des Bruchtests

Kraftbruchtest: Pure Zerstörungskraft gegen dicke Materialien.
Schnelligkeit: Hohe Beschleunigung gegen lose gehaltene Bretter.
Spezialbruchtest: Akrobatische Sprungtechniken oder mehrere Ziele gleichzeitig.

Der Weg zum Sieg: Wettkampf

Der Freikampf (Taeryon) unterscheidet heute zwischen der traditionellen Welt und dem olympischen Sport.

Der Wettkampf gegen sich selbst

Der wichtigste Gegner ist immer man selbst. Der Kampf im Dojang ist eine geschützte Umgebung, um unter Stress zu funktionieren und Entschlossenheit zu lernen.

Sicherheit und Vorbereitung

Bruchtests werden niemals ohne Aufsicht durchgeführt. Die Knochenstruktur muss sich über Jahre durch Sandsacktraining verdichten, um Verletzungen zu vermeiden.

Fazit zu Bruchtest und Wettkampf

Diese Elemente holen die Kampfkunst aus der Theorie in die Praxis und lehren, dass Kraft ohne Kontrolle wertlos ist. Wenn das Holz splittert, bricht oft auch eine innere Grenze des Schülers auf.

Das Gürtelsystem & Taekwondo als Lebensweg

Das Graduierungssystem im Taekwondo ist ein pädagogisches Werkzeug, das Geduld lehrt, Ziele setzt und die persönliche Reife widerspiegelt. In der Tradition heißt es: „Der Gürtel hält nicht nur die Hose, er hält die Seele der Kampfkunst zusammen.“

Die Kup-Grade: Die Stufen des Lernens

Bevor ein Schüler den schwarzen Gürtel erreicht, durchläuft er die Kup-Grade (Schülergrade), beginnend beim 10. Kup (weiß) bis hin zum 1. Kup. Diese Stufen haben eine tiefe psychologische Komponente.

Die Symbolik der Farben

Weiß & Gelb (Anfang): Diese Phase ist geprägt von der Begeisterung für das Erlernen der motorischen Grundlagen und der neuen Körperkoordination.

Grün & Blau (Aufbau): Hier werden Techniken komplexer und Formen länger. Diese Stufen lehren Durchhaltevermögen und entwickeln echte Charakterstärke bei der Überwindung von Lernplateaus.

Rot (Reife): Als Farbe der Gefahr mahnt Rot zur Selbstdisziplin. Der Schüler verfügt nun über große physische Kraft und muss lernen, diese verantwortungsvoll zu kontrollieren.

Der Schwarze Gürtel (Dan): Der wahre Anfang

Der 1. Dan ist nicht das Ende des Lernens, sondern der Moment, in dem das Studium der wahren Kampfkunst beginnen kann. Es ist vergleichbar mit dem Erlernen des Alphabets, um danach Romane zu schreiben.

Die Stufen der Dan-Grade

1. bis 3. Dan: Vertiefung der Technik und erste Assistenz im Unterricht als „Suchender“.
4. bis 6. Dan (Sabum): Fokus auf Lehre und Philosophie sowie Übernahme von Verantwortung.
7. bis 9. Dan (Sa-Seong): Bewahrung der Tradition durch Weisheit und Bescheidenheit.

Das „Do“ im Alltag

Physisch: Bewusstsein für Ernährung, Regeneration und Prävention im Alltag.
Mental: Stressresistenz und innere Mitte in schwierigen Situationen durch Atemkontrolle.
Sozial: Höflichkeit gegenüber Mitmenschen und Einsatz für Schwächere.

Das lebenslange Lernen

Traditionelles Taekwondo kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Wenn die jugendliche Explosivität nachlässt, treten Effizienz, Präzision und geistige Tiefe an ihre Stelle. Das Streben nach ständiger Verbesserung macht das Leben reich und sinnvoll.

Schlusswort: Deine Einladung auf den Weg

Taekwondo ist ein Geschenk an sich selbst – die Entscheidung, jeden Tag ein Stück besser zu werden. Es ist ein Weg, der niemals endet und bei dem das Wiederaufstehen nach einer Niederlage die wichtigste Technik bleibt. Es ist das Leben selbst in Bewegung.

Gesundheit, Anatomie & Die Wirkung auf den Körper

Traditionelles Taekwondo ist kein bloßer Kampfsport, sondern ein hocheffizientes Ganzkörpertraining. Aus sportwissenschaftlicher Sicht beansprucht die Kampfkunst nahezu alle Muskelgruppen, fördert die neuronale Vernetzung und stellt eine hervorragende Prävention gegen moderne Zivilisationskrankheiten dar.

Die funktionelle Anatomie

Im Taekwondo gibt es keine isolierten Bewegungen. Ein Fauststoß nutzt nicht nur den Trizeps, und ein Tritt nicht nur den Quadrizeps. Der gesamte Körper arbeitet als kinetische Kette.

Die Core-Stabilität (Die Mitte)

Das Kraftzentrum im Taekwondo ist das Dan-Jun. Die tiefliegende Bauch- und Rückenmuskulatur stabilisiert jede Drehung und jeden Tritt. Ein starker „Core“ schützt die Wirbelsäule vor Scherkräften und beugt langfristig Rückenschmerzen vor.

Die Beinkette

Das Training beansprucht die gesamte Kette vom Sprunggelenk über die Waden bis hin zum großen Gesäßmuskel. Besonders die Abduktoren werden durch Seitwärtstritte gestärkt, was die allgemeine Hüftstabilität im Alltag massiv verbessert.

Beweglichkeit: Mehr als nur Spagat

Traditionelle Beweglichkeit ist komplex und umfasst statische Dehnung zur Verlängerung von Sehnen, dynamische Flexibilität für explosive Tritte sowie die Mobilität der Gelenke. Dies fördert den Fluss der Gelenkschmiere und wirkt als aktives Anti-Aging für den gesamten Bewegungsapparat.

Herz-Kreislauf & Stoffwechsel

Das Training fungiert oft als Intervalltraining (HIIT). Der Wechsel zwischen höchster Anspannung und kontrollierter Erholung sorgt für einen enorm hohen Kalorienverbrauch und stärkt das Herz durch verbesserte Kapillarisierung bis in die kleinsten Gefäße.

Die neuronale Ebene

Die komplexen Formen und Gleichgewichtsanforderungen fördern die Neuroplastizität des Gehirns. Durch die Propriozeption lernt der Übende, seinen Körper im Raum exakt wahrzunehmen, während das Nervensystem darauf trainiert wird, Signale schneller vom Gehirn in die Muskeln zu leiten.

Psychosomatische Effekte

In einer Welt digitaler Reizüberflutung bietet Taekwondo eine wertvolle Monotasking-Erfahrung. Das kraftvolle Ausatmen (Kihap) baut Cortisol ab, während der Fokus auf die Bewegungsabläufe den Geist ins „Hier und Jetzt“ führt.

Prävention & Regeneration

Aufgrund der klaren Struktur wird traditionelles Taekwondo zunehmend zur Begleitung bei ADHS, zur Osteoporose-Prävention sowie zum Erhalt der motorischen Kontrolle bei Parkinson empfohlen.

Fazit zur Gesundheit

Traditionelles Taekwondo ist eine Investition in die eigene Gesundheit. Es verschleißt den Menschen nicht, sondern hält ihn bis ins hohe Alter beweglich, belastbar und geistig wach. Es stellt die perfekte Symbiose aus Kampfkunst und ganzheitlicher Gesundheitslehre dar.

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Dr. Andreas Held im Taekwondo Dobok posiert für die Kamera
Dr. Andreas Held
Als Gründer von YU-Taekwondo – dem aktuell größten System für traditionelles Taekwondo in Österreich – blickt Dr. Andreas Held (alias Dr.YU) auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück. Seit 1997 ist er als professioneller Trainer tätig und bringt sein tiefgreifendes Wissen heute als Leiter der Trainer Akademie Wien ein.